nadeln
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Von der Faser zum Vliesstoff

26.09.2014

Die Firma Tenowo gewährt Einblicke in den Produktionsablauf. Die Volkshochschule des Landkreis Hof organisiert eine Betriebsbesichtigung speziell für Migranten.

Hof – Ein Vormittag in der Fabrikzeile in Hof. Betriebsleiter Dr. Jürgen Vogelsang und Prozessingenieur Stefan Schatz von der Tenowo Hof GmbH blicken in erwartungsvolle Gesichter. Zwanzig Besucher, allesamt Menschen mit Migrationshintergrund, haben sich bei der VHS Landkreis Hof für eine Betriebsbe- sichtigung angemeldet. Um auf dem Arbeitsmarkt besser Fuß fassen zu können, wollen sie die hiesige Arbeitswelt kennenlernen.

In der ersten Halle stehen, neben großen Maschinen, viele Faserballen. Die vor allem aus Asien stammenden Fasern werden hier streng nach Schwarz und Weiß getrennt.

„Sorgfalt ist hier unbedingt nötig, denn würden sich die Fasern mischen, müsste man große Mengen entsorgen“, klärt Jürgen Vogelsang die Teilnehmer auf. Tenowo verarbeitet ausschließlich Chemiefasern, Baumwolle suche man hier also vergeblich.

Körperlich anstrengend

Auf Menschen treffen die Besucher in den großen Hallen nur vereinzelt.

„Die meiste Arbeit, die körperlich sehr anstrengend wäre, wird bei uns heutzutage von Maschinen erledigt“, berichtet Vogelsang. Außer- dem böten die Maschinen mehr Sicherheit. Neben der chemischen Verfestigung von Einzelfasern zum Vlies

wird in der Firma auch die mechanische Verfestigung angewandt. Dabei sind unzählige Nadeln mit winzigen Widerhaken im Einsatz, die die einzelnen Fasern miteinander zu einem Vlies verbinden.

Die meisten Menschen sind schon einmal mit Tenowo-Vliesstoffen in Berührung gekommen: Auf die Produkte vertrauen namhafte Automobilhersteller wie VW oder BMW. Aber auch in dem einen oder anderen Herrenanzug steckt der Hofer Vlies- stoff.

Die Teilnehmer nutzen nach dem Rundgang die Gelegenheit, auch Fragen zu stellen.